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Das typische Verfahren zur Lösungsmittelrückgewinnung beinhaltet eine Aktivkohleadsorptionsanlage mit zwei bis sieben Adsorbern und ggf. einem Luftstripper oder einer Destillationsanlage.
Lösungsmittelhaltige Luft durchquert eine Reihe von parallel oder in Serie angeordneten Adsorberbehältern, in denen die Lösungsmitteldämpfe von der Aktivkohle aufgenommen werden. Wenn die Aktivkohle gesättigt ist und das Lösungsmittel beginnt, auszutreten (Erkennung durch ein optionales Gasanalysegerät), wird die lösungsmittelhaltige Luft zu einem frisch regenerierten Zweit-Adsorber geleitet, und der gesättigte Adsorber wird regeneriert.
Das Lösungsmittel wird vor Ort durch die Regenerierung der Aktivkohle mittels Dampf oder heißem Stickstoff zurückgewonnen. Der Dampf erhitzt die Aktivkohle und scheidet das Lösungsmittel ab. Dampf und Lösungsmitteldämpfe werden dann in einem wasser- oder luftgekühlten Kondensator verflüssigt und durchlaufen einen Separator. Wasserlösliche Lösungsmittel (wie Toluol und Methylenchlorid) können zur weiteren Reinigung durch einfache Dekantation getrennt oder destilliert werden, wobei das Lösungsmittel zur Wiederverwendung in den Prozess zurückgeführt, verkauft oder entsorgt wird. Das verbleibende Wasser kann entsorgt oder so wie es ist weiterverwendet werden, oder es kann in einem Luftstripper aufbereitet oder destilliert werden, um vor der Entsorgung oder Weiterverwendung eventuell vorhandene Lösungsmittel zu entfernen. Wasserlösliche Lösungsmittel werden vom Wasser getrennt und in einem Destillationssystem gereinigt. Wenn zur Abscheidung des Lösungsmittel aus der Aktivkohle erhitzter Stickstoff verwendet wird, wird das Lösungsmittel bei niedrigen Temperaturen (~ -20 °C) aus dem Stickstoffstrom kondensiert.
Die Aktivkohleadsorption ist außerdem ein kostengünstiges alternatives VOC/HAP-Emissionssystem für Fertigungsprozesse, bei denen halogenierte oder mit Stickstoff angereicherte Lösungsmittel freigesetzt werden. Bei der Oxidierung dieser Lösungsmittel entstehen saure Gase, wie HCl, HF, NOX oder Dioxine bzw. Furane, also Umweltgifte, für deren Entfernung aus der Abluft des Abluftreinigers vor der Ausleitung in die Umgebung weitere Vorrichtungen erforderlich sind. Die für die Verarbeitung dieser Nebenprodukte erforderliche Anlage würde einen zusätzlichen Kapitaleinsatz erfordern.
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